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"NATUR PUR"
der Ortsgemeinde Bruttig-Fankel
Wald
"Die Eichenwirtschaft stellt das Rückgrat der forstlichen Landnutzung dar. Zusammen mit den Vorkommen
in den ausladenden Hangwäldern ist die Eiche landschaftsprägend"
Der größte Waldbesitzer ist die Ortsgemeinde selbst. In ihrem Besitz befinden sich fast
1000 ha, die sie selbst bewirtschaftet.
Der gemeindliche Waldbesitz zeichnet sich durch ein hohes Arteninventar in Abhängigkeit von
historischen Waldnutzungsformen und Forsthistorie aus.
Vorkommende Baumarten sind:
a. Laubbaumarten:
Aspe, Bergahorn, Bergulme, Birke, Buche, Buchs, Eßkastanie, Esche, Feldahorn,
Feldulme, Französischer Felsenahorn ,Hainbuche, Mehlbeere, Roteiche, Roterle,
Robinie, Schwarzpappel, Spitzahorn, Stieleiche, Traubeneiche, Weide und Winterlinde
a.a. Wildobstarten, die häufig an die spezifischen
Standortbedingungen der Trockenwälder gebunden sind:
Eberesche, Elsbeere, Speierling, Steinweichsel, Vogelkirsche, Wildapfel und Wildbirne
Daneben ist die Liste der vorkommenden Nadelbaumarten deutlich kürzer:
b. Nadelbaumarten
Douglasie, Europäische Lärche, Fichte, Japanische Lärche, Omorikafichte, Strobe,
Waldkiefer und Weißtanne
Aber auch in Bruttig-Fankel besteht der Wald nicht nur aus Bäumen:

"Feuersalamander"
Eine hohe Zahl verschiedener –mitunter auch seltener Tier- und Pflanzenarten-
zählen zum Inventar der weiten Wälder auf den Moselhöhen:
Viele verschiedene Farn-, Moos- und Bärlapparten, so auch das in Rheinland-Pfalz einzige
bekannte Vorkommen des Zypressen-Bärlapps, weist der Wald um Bruttig-Fankel auf.
Die verschiedenartigen Biotope besitzen einen jahreszeitlich wechselnden
Bestand der Fruchtkörper vielfältiger Pilzarten.
Neben Rot-, Reh- und Schwarzwild hat sich in den letzten Jahren das aus Korsika
und Sardinien kommende Muffelwild etabliert.
Die größte in Deutschland vorkommende Spechtart, der Schwarzspecht, ist häufiger Brutvogel.
Dies belegt die naturschutzorientierte und sensible Bewirtschaftung des nur in
geringem Umfang vorhandenen Altholzbestandes.
Zur Sicherung des Schwarzspechtbestandes hat die Gemeindevertretung eine verwaltungsinterne
Unterschutzstellung von Altholzinseln in ihrem Waldbesitz mit Festlegung im
amtlichen Register ("Ökokonto") beschlossen.
Eine Besonderheit stellen die Vorkommen von Wildkatze und Haselhuhn dar.
Hierzu bestehen spezifische Artenschutzprogramme bzw. Kontrollmaßnahmen, in welche auch der Wald von Bruttig-Fankel eingebunden ist.
"Die in Bruttig-Fankel traditionell betriebene Niederwaldbewirtschaftung ermöglicht
eine hohe strukturelle und biotische Vielfalt"